Abschluss

Es ist jetzt mehr als ein Jahr her seit dem letzten Beitrag.

Die Abklärung ist schon lange vorbei, aber es besuchen laut Google Analytics immer noch mehr als 200 verschiedene Personen pro Monat die Website (siehe Diagramm). Weiterlesen

Schwache Sprachkenntnisse

Von der Gewa gibt es einen Abklärungsbericht. Der Abklärungsleiter (den wir früher «Chef» nannten) hat einen Bericht von etwa 3 A4-Seiten geschrieben. Mich interessieren vor allem diese beiden Sätze im Abschnitt Sprachkenntnisse: «Ihre schriftlichen Sprachkenntnisse sind sehr schwach. Sie formuliert ihre Gedanken nur schwer nachvollziehbar, in abgehackten Sätzen.» Warum schreibt der «Chef» so etwas? Weiterlesen

Empfehlungen zur AMA

Am 18. Juni hat meine Frau die Nachricht bekommen, dass die IV keine Veränderung feststellt. Das ist jetzt mehr als ein Monat her. Und jetzt? Ich habe als Ehemann meiner Frau die ganze Geschichte mit der Abklärerei gut ein Jahr lang hautnah und persönlich mitbekommen, und wie sehr meine Frau darunter gelitten hat. Weiterlesen

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Von den Toten wieder auferstanden

Bei unseren Provider Wooservers ist das Schlimmstmögliche passiert, was einer Website passieren kann: Totaler und unwiederbringlicher Ausfall des Servers! Siehe: RAID degraded, Text in Englisch. Alles war weg.

Zum Glück hatte AMA-Bericht eine Sicherung. Gestern hat Wooservers einen neuen Server aufgeschaltet. Leer, formatiert und ohne Daten. Jetzt habe ich alle Software wieder neu installiert und die Daten von der Sicherung wieder eingespielt.

Wir machen weiter mit AMA-Bericht!

Widerspruch Inklusion

Judith hat einen Beitrag im Gehörlosblog mit einem Text von mir aufgeschaltet. Dort wollte ich nur einen Widerspruch kommentieren, den jemand feststellte:

Auf der einen Seite wird der Mangel an Inklusion kritisiert, auf der anderen Seite die eigene Kultur hochgehalten und damit Distanz geschaffen.

Das hat zwar nur am Rande mit Abklärungen der Invalidenversicherung zu tun.

Nun verlangt aber meine Frau Verständnis von der Invalidenversicherung. Zu Recht! Denn Fehlentscheide der Invalidenversicherung sind für Betroffene oft fatal. Und gerade weil Kommunikation schwer zu fassen ist, möchte ich hier mit einem kleinen Beitrag versuchen, Klärung zu schaffen.

Twitter

AMA-Bericht twittert!

Twitter Logo

Das ist jetzt ein Experiment mit Twitter!

Wir twittern ab sofort unter dem Benutzernamen AMABericht jeden neuen Beitrag. Klick auf den Spatz um die Ohren vollgezwitschert zu bekommen.

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Und was passiert mit den älteren Beiträgen? Die wichtigeren Beiträge haben wir schon nachträglich getwittert.

Abbruch der Abklärung

Gerade eben (Mittwoch, 15. Februar 2012 um etwa 11 Uhr) haben Cam und ich Bescheid bekommen, dass die Abklärung abgebrochen wird. Cam war heute nochmals beim Arzt, weil die Schulterbeschwerden zugenommen haben.

Um 16 Uhr soll eine Besprechung stattfinden. Vielleicht klappt es mit Dolmetschen. Wir werden später mehr informieren, wenn wir auch mehr wissen.

Angst, Ziele der In­validen­ver­siche­rung und Mitwirkungs­pflicht

Video Standbild: Daniel gebärdet Daniel erzählt in Gebärdensprache über drei Themen: Angst vor Briefen der Invalidenversicherung, warum die Invalidenversicherung überhaupt Abklärungen macht und über einen Konflikt der Mitwirkungspflicht zum Beispiel mit der Wirtschaftsfreiheit. Es gibt ein Transkript für die, die nicht Gebärdensprache verstehen. Untertitel haben wir aus Zeitgründen weggelassen. Weiterlesen

Versicherungsprinzip

Heute morgen um halb acht habe ich Cam nach Schönbühl gebracht. Mir fällt auf: Das Gebäude der Gewa ist modern, grosszügig, gepflegt und hell. Die Leute sind freundlich und relaxt. Im zweiten Stock hat es eine gemütliche Cafeteria.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Die Gewa ist ja nicht so schlecht. Warum hat meine Frau trotzdem keine Freude? Weil es an Freiwilligkeit fehlt. Zwingt man einem Kind Schokolade in den Mund, gibt es Tränen.

Die Freiwilligkeit hat seine Ausprägung in der Vertragsfreiheit. Sie ist im Schweizer Rechtssystem heilig. Niemand kann gezwungen werden, sich rechtlich zu verpflichten. Und die Mitwirkungspflicht? Sie hebelt die Vertragsfreiheit aus. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr scheint mir, dass da ein Fehler im Konzept der IV vorliegt!

Bei der Seite Mitwirkungspflicht habe ich über den «moral hazard» geschrieben. Sie zeigt sich im Konflikt zwischen dem Willen der Versicherung, Gelder zu sparen und dem des Versicherten, so stark wie möglich zu profitieren. Beide Ziele sind grundsätzlich legitim. Der Versicherte hat Beiträge bezahlt und verlangt eine Gegenleistung, wenn der Versicherungsfall eintritt. Die Versicherung muss mit ihren Geldern haushälterisch umgehen. Diesen Konflikt aufzulösen ist schwierig. Um so mehr, wenn das zu versichernde Risiko komplex und unscharf ist, wie die Invalidität. Schlimmstenfalls verlieren beide Parteien (Menschen mit Behinderungen und ihre Versicherung). Die IV ist nicht gerettet, aber es leiden bereits Tausende von Menschen mit Behinderungen unter den laufenden Rettungsmassnahmen.

Vielleicht sollten sich Politiker in der Schweiz überlegen, weg vom Versicherungsprinzip zu gehen. Also nicht den beruflichen Einkommensausfall durch eine Behinderung versichern, sondern eine ganz andere rechtliche Basis finden. Ich weiss auch nicht welche Basis gut wäre. Vielleicht hilft es, folgende Fragen zu studieren, um eine Antwort zu finden:

Was heisst das: eine Behinderung? Was hat sie ökonomisch und sozial für Folgen? Wie können Betroffene in der Gesellschaft mitmachen und ihren Teil leisten? Wie können sie unterstützt und gefördert werden? Wie können sie möglichst gleiche Freiheiten und Chancen wie alle anderen geniessen? Wie können diese Ziele effizient und selbstautonom erreicht werden?

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