Geburtsgebrechen

Im Art. 3 Abs. 2 ATSG sind Geburtsgebrechen wie folgt definiert: «Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen.» Das heisst, angeborene Behinderungen sind Geburtsgebrechen.

Im Art. 13 Abs. 2 IVG steht: «Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Massnahmen gewährt werden.» Das heisst, es gibt eine Liste von Geburtsgebrechen, für die die Invalidenversicherung Leistungen übernimmt.

In meinem Fall könnte man diskutieren, ob ich wirklich Geburtsgebrechen habe, weil meine Körperbehinderung erst durch die Geburt entstanden ist und meine Hörbehinderung erst später durch eine Erkrankung. Das spielt aber keine grosse Rolle, weil die Invalidenversicherung trotzdem zu Leistungen verpflichtet ist (Art. 12 IVG).

3 Gedanken zu “Geburtsgebrechen

  1. Liebe Cam. In deinem Fall handelt es sich um ein Geburtsgebrechen, weil du während der Geburt Sauerstoffmangel erlitten hast und Teile des Gehirn zerstört hat, was eine Körperbehinderung zur Folge hat. Wenn ich mich nicht irre gilt deine Gehörlosigkeit als Krankheit, weil du sie infolge der Hirnhautentzündung bekommen hast und erst nach der Geburt. Geburtsgebrechen ist wenn vor oder während der Geburt erworben. Aber grundsätzlich egal, denn IV ist sowieso zuständig.

  2. Geburts-gebrechen finde ich ein merkwürdiges Wort. Gebrochen bin ich nicht trotz Geburts-verbrechen: So fühlt es sich schon eher an, weil manche Menschen mich behandeln, als wäre ich behindert, um sie persönlich zu ärgern. Embryo beschliesst vor, während oder nach der Geburt seinem Gehirn einen Sauerstoffmangel zu verpassen, damit er sich und seine Mitmenschen ein Leben lang ärgerrn kann. – Ich weiss bloss nicht, wozu ein Embryo freiwillig eine solch unsinnige Aktion starten sollte. Er hat nämlich keinen Nutzen davon, sondern nur Ärger. – Ich hatte keine Nabelschnur um den Hals, ich lag auch nicht in Steisslage: Unentschuldbar mein Geburts-ge oder ver-brechen.

    • Es ist ein blödes Wort, aber nun mal ein juristischer Fachbegriff. Auch finde ich das Wort «Invalidenversicherung» schrecklich. Aber eben, Wörter sind nur Hülsen. Früher sagte man von geistig behinderten Menschen, sie seien «Idioten» und meinte das nicht wertend. Jetzt ist «Idiot» ein Schimpfwort. Sprache ändert sich laufend. Darum finde ich, es macht nicht viel Sinn, sich darüber aufzuhalten, ob Begriffe zutreffen oder nicht. Die deutsche Sprache ist mir und meiner Frau nicht so wichtig.

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